Mikroapartments im Bestand – Umnutzung eines Praxisgebäudes in Rastatt
Aus einem ehemaligen Praxisgebäude entsteht neuer Wohnraum: Auf Grundlage der bestehenden Gebäudestruktur werden Mikroapartments unterschiedlicher Größe entwickelt, die trotz kompakter Grundrisse klar gegliedert und hochwertig nutzbar sind.
Das vorhandene Raster von rund 5 x 5 Metern bildet dabei den Ausgangspunkt für den Entwurf. Statt gegen diese Struktur zu arbeiten, wird sie genutzt, um wiederkehrende Prinzipien für unterschiedliche Wohnungsgrößen zu entwickeln.
Raum schaffen auf kleiner Fläche
Im Mittelpunkt des Entwurfs steht die Frage, wie sich auf begrenzter Fläche unterschiedliche Wohnbereiche schaffen lassen, ohne den Grundriss unnötig zu unterteilen.
Zentrales Element jedes Apartments ist ein kompakter Badkubus. Durch seine Position im Raum gliedert er die Wohnung und schafft ganz selbstverständlich unterschiedliche Zonen für Eingang, Küche, Essen, Schlafen und Wohnen.
Der Kubus wird so nicht nur zum funktionalen Baustein, sondern zum raumbildenden Element des gesamten Entwurfs. Das wiederkehrende Möbelsystem wird seriell gedacht und finden sich sowohl in den kleineren als auch in den großzügigeren Wohnungen wieder.
Je nach Wohnungsgröße und Position innerhalb des Gebäudes werden diese Bausteine unterschiedlich kombiniert und angeordnet. So entsteht eine klare gestalterische Sprache, ohne dass alle Wohnungen identisch wirken.
Gleichzeitig ermöglicht das Prinzip eine effiziente Planung und eine hohe Nutzbarkeit auf kleiner Fläche.
Kleine Grundrisse mit hoher Wohnqualität
Bei kompakten Apartments entscheidet jeder Quadratmeter über die Qualität des Grundrisses. Bewegungsflächen, Stauraum und Nutzungsbereiche wurden deshalb so aufeinander abgestimmt, dass möglichst wenig Fläche verloren geht.
Trotz der geringen Wohnungsgrößen entstehen klar definierte Bereiche und ausreichend Raum für unterschiedliche Alltagssituationen. Die Wohnungen sollen sich nicht wie verkleinerte Grundrisse anfühlen, sondern als eigenständige, zeitgemäße Wohnformen funktionieren.
Eine besondere Qualität des Bestands sind die großzügigen Fensteröffnungen. Sie bringen viel Tageslicht in die Wohnungen, schaffen Weite und bilden einen wichtigen Gegenpol zu den kompakten Grundrissen.
Bestand neu nutzen
Die Umnutzung zeigt, welches Potenzial in Gebäuden liegen kann, deren ursprüngliche Nutzung nicht mehr benötigt wird. Statt neue Flächen zu schaffen, wird vorhandener Raum neu organisiert und für das Wohnen nutzbar gemacht.
Die bestehenden Strukturen geben dabei klare Rahmenbedingungen vor, werden aber zugleich zum Ausgangspunkt für neue räumliche Lösungen. So entsteht aus einem ehemaligen Praxisgebäude zeitgemäßer Wohnraum, der vorhandene Flächen effizient nutzt und auf unterschiedliche Wohnbedürfnisse reagieren kann.
Von der Idee zur Umsetzung
Zu Beginn des Projekts wurden wir mit einer Studie beauftragt, um unterschiedliche Möglichkeiten für die Anordnung und Organisation der Mikroapartments zu untersuchen. Aus dem daraus entwickelten Konzept entstand die Grundlage für die weitere Planung.
Heute begleiten wir das Projekt beratend und gestalterisch in der Umsetzung und entwickeln die räumlichen Prinzipien, Einbauten und Details gemeinsam weiter.
Ziel bleibt dabei, vorhandene Gebäudestrukturen sinnvoll weiterzunutzen und daraus Wohnraum mit möglichst hoher räumlicher Qualität zu schaffen.
Wenn Sie über die Umnutzung oder Sanierung eines Bestandsgebäudes nachdenken, begleiten wir auch Sie gerne von den ersten Überlegungen bis zur Umsetzung.
Date:
2026

